Side-Events der BMBF-Klimaforschung beim 21. Klimagipfel (COP 21) in Paris

Vom 30. November bis zum 11. Dezember 2015 wird in Paris beim 21. Klimagipfel (COP 21) ein modernes, gerechtes und zeitgemäßes Abkommen verhandelt, das alle Staaten zu Klimaschutzaktivitäten verpflichten soll. Die Ergebnisse des Weltklimarats IPCC zeigen, dass die globale Erwärmung zunimmt und Treiber ist vor allem der Mensch.

Zur weiteren Erforschung des Klimawandels sowie zur Entwicklung von Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel, fördert das Bundesforschungsministerium (BMBF) in Deutschland und weltweit Klimaforschungsprojekte. Die BMBF-Klimaforschung legt dabei großen Wert auf Kooperation mit den Entscheidern und Betroffenen vor Ort.

Während der COP 21 in Paris finden drei Side-Events der BMBF-Klimaforschung statt. Interessierte sind herzlich eingeladen an diesen Veranstaltungen teilzunehmen.


BMBF Side Event „Science‐based Climate Policy: From Research to Decision Making

Datum: 3. Dezember 2015, 16:00 – 18:00 Uhr
Ort: Deutscher Pavillion, Halle 2b, Le Bourget, Conference Centre

Forschung ermöglicht die Bewertung von Risiken für Wirtschaft und Gesellschaft und unterstützt die Entscheidungsfindung auf allen Ebenen. Die Veranstaltung zeigte dabei die Auswirkungen von Unsicherheit mit Blick auf die wissenschaftlichen Grundlagen und die Risiken des zukünftigen Klimawandels bis zum gemeinsamen Generieren von Wissen zur Entscheidungsfindung. Dabei wurden die Highlights deutscher Klimaforschung präsentiert.

  • Dr. Karl Eugen Huthmacher, Leiter der Abteilung 7 „Zukunftsvorsorge – Forschung für Grundlagen und Nachhaltigkeit“, Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
  • Prof. Hans‐Otto Pörtner, Alfred Wegener Institut (AWI), Ko-Vorsitzender der Arbeitsgruppe II des Weltklimarates (IPCC)
  • Dr. Grit Martinez, Ecologic Institute
  • Christoph Bals, Germanwatch
  • Prof. Ottmar Edenhofer, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC)


Zusammenfassung der Diskussion:

Karl Eugen Huthmacher, BMBF eröffnete die Diskussion zu den Herausforderungen an eine moderne Klimaforschung. Ottmar Edenhofer (IPCC Co-chair AR5 WG III) und Hans-Otto Pörtner (IPCC Co-Chair AR6 WG II) boten Einblicke in ihre Tätigkeiten an der Wissenschaft-Politik-Schnittstelle. Grit Martinez zeigte den Transfer von Klimawissen am Beispiel der BMBF-Fördermaßnahme Klimzug auf. Christoph Bals formulierte die Anforderungen an eine moderne Klimaforschung aus Sicht einer Entwicklungs- und Umweltorganisation, die sich für globale Gerechtigkeit und den Erhalt von Lebensgrundlagen einsetzt.

BMBF Side Event „Strengthening Africa’s Competence in Combating Climate Change – African‐German Cooperations in Education and Research”

Datum: 8. Dezember 2015, 18:00 – 20:00 Uhr
Ort: Deutscher Pavillion, Halle 2b, Le Bourget, Conference Centre

SASSCAL und WASCAL, die regionale Kompetenzzentren für Klimawandel und nachhaltiges Landmanagement im südlichen und westlichen Afrika, sind gemeinschaftliche Initiativen von 15 Ländern in West- und Südafrika. Gemeinsam mit Deutschland bilden sie ein starkes Partnernetzwerk für gemeinsame Forschung und den Aufbau von Kapazitäten sowie für Klimadienstleistungen und Infrastrukturentwicklung. Hochrangige deutsche und afrikanische Vertreter teilen ihre Erfahrungen und zeigen beispielhafte Innovationsmodelle für langfristige regionale Zusammenarbeit im Kampf gegen Klimawandel und für ein nachhaltiges Landmanagement.

Redner:

  • Dr. Georg Schütte, Staatssekretär Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) (Deutschland)
  • Prof. Francois Adébayo Abiola, Vizepremierminister von Benin, Vorsitzender des WASCAL-Ministerrats
  • Dr. Henry Mwima, Geschäftsführer SASSCAL (Namibia)
  • Prof. Norbert Jürgens, wissenschaftlicher Berater und Leiter des Koordinationsteams an der Universität Hamburg (Deutschland)
  • Dr. Laurent Sedogo, Geschäftsführer WASCAL (Ghana)
  • Prof. Janet Adelegan, Director of Capacity Building, WASCAL (Burkina Faso)

Side Event im Rahmen des BMBF-Förderschwerpunkts “Ökonomie des Klimawandels”, „The Economics of Climate Change: The Effect of Climate Policy on Innovation, Competitiveness and Employment”

Datum: 9. Dezember 2015, 10:30 – 12:00 Uhr
Ort: EU Pavillion, Raum Luxembourg, Halle 2b, Le Bourget, Conference Centre
Weitere Informationen: www.zew.de/en/veranstaltungen/2228 

BMBF und das Zentrum für Europäische Wirtschaftspolitik organisieren gemeinsam ein Side Event auf der Weltklimakonferenz in Paris. Klimapolitik hat signifikante Auswirkungen auf die Wirtschaft. Während Klimapolitik die wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit und die Beschäftigungssituation negativ beeinflussen kann, schafft eine optimal gestaltete Politik ein innovationsfreundliches Klima und hat somit einen positiven Effekt auf die gesamte Wirtschaft. Diese Veranstaltung befasst sich mit den Wechselwirkungen zwischen umweltpolitischen Maßnahmen, wirtschaftlicher Konkurrenzfähigkeit und Beschäftigungssituation in Deutschland als weltweitem Vorreiter im Hinblick auf saubere Technologien und Klimapolitik.

Redner:

  • René Haak, Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
  • Katrin Sommerfeld, Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW)
  • Florens Flues Organisation for Economic Co‐operation and Development (OECD)
  • Ingmar Jürgens, Vetretung der Europäischen Kommission in Deutschland
  • Oliver Schenker, Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW)
  • Joachim Schleich, Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI
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    (ICS)

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